Genau genommen das Prinzip der glatten Innenseite der Kannenpflanze, an denen die Insekten abrutschen und dann in die Verdauungsflüssigkeit fallen, könnte für klare und immer saubere Fensterscheiben sorgen. Auch schon den Lotuseffekt schauten sich die Forscher von der Lotospflanze ab und nun sorgte die fleischfressende Pflanze Nepenthes als Vorbild für eine neue Beschichtung.
Schon eine Neigung von etwas 5 Grad reichte in den Versuchen aus um Ameisen und Flüssigkeiten wie Wasser, Blut oder Öl abrutschen zulassen.
Schön ist auch zu sehen, dass immer mehr an fleischfressenden Pflanzen, wie auch schon in dem vor kurzem berichteten Artikel (Venusfliegenfalle setzt auf Diät), geforscht wird und wir somit auch wohl noch mehr neue Erkenntnisse zu den Karnivoren erwarten können.
Ich frage mich nur ob die verwendete Flüssigkeit auch langfristig auf der porösen Schicht vorhanden bleiben wird oder doch irgendwann neu aufgetragen werden muss. Das Vorbild der Forscher, die Kannen der Nepenthes, halten schließlich auch nicht ewig.

Die Frage nach der Haltbarkeit von SLIPS kam mir während des lesens des Artikels auch sofort in den Sinn. Laut dem Focus-Artikel soll die Beschichtung ja sogar in der Lage sein, kleine Beschädigungen auf der Oberfläche automatisch sprich selbständig zu reparieren. Ob und wie die Flüssigkeit aber langfristig auf der porösen Schicht bleibt? Ich kann es mir irgendwie nicht ganz vorstellen. Interessantes Thema – Danke!