Fleischfressende Pflanzen (Karnivoren)


Sie haben Fallen und im Notfall setzten sie diese auch gewinnbringend ein. Wer kennt sie heutzutage nicht, die gefährlichsten Pflanzen die es gibt. Die rede ist von „Karnivoren“, „Insektivoren“, dem Normalsterblichen auch eher bekannt als „Fleischfressende Pflanzen“.

Sie locken Tiere an, fangen sie in ihren für die Opfer unscheinbaren Fallen und verdauen sie anschließen um selber am Leben zu bleiben. 1875 belegte Charles Darwin die Existenz von Fleischfressenden Pflanzen und ab diesen Zeitpunkt gab es kein halten mehr. Mit ihren besonderen Eigenschaften gegenüber anderen Pflanzen eroberten sie die Herzen ihrer Fans. Ob auf Briefmarken, in Zeitungen, Büchern oder Filmen wie „The Little Shop of Horrors“, ab nun wusste jeder, Karnivoren sind unter uns.

Garten- und Baumärkte haben den Trend schon länger erkannt und auch Discounter haben nun des Öfteren Fleischfressende Pflanzen zur Saison in ihrem Angebot. Aber warum werden dann trotz der Neugier und dem großen Interesse an den Pflanzen so wenig Karnivoren privat auf längere Zeit gehalten? Es fängt meist mit dem spontanen Kauf einer Venusfliegenfalle an. Nach dem Umtopfen in einen größeren Topf mit gedüngter Blumenerde bekommen sie einen Platz auf dem Bürotisch auf dem sie täglich bewundert, umsorgt, gepflegt und gehegt werden. Täglich pünktlich um 12 Uhr gibt’s dann eine dicke Fliege und einen kräftigen Schluck frisches Leitungswasser. Doch nach den ersten Wochen wird die geliebte Venusfliegenfalle schwarz und stirbt. Auch ein zweiter Versuch mit einer neuen Pflanze, nun 2 Fliegen zum Mittag und noch mehr Leitungswasser bringt nur einen noch schnelleren Tod für die Pflanze und das neue Hobby wird damit auch begraben.

Was wurde falsch gemacht? So gut wie alles! Die Frage ist also, warum sind fleischfressende Pflanzen für Anfänger so schwer zu halten und zu pflegen? Die gute Nachricht ist, jeder kann sie halten und sich lange Zeit an ihren faszinierenden Fangvorgängen erfreuen, solange man sich an die Kultur- und Pflegetipps hält.

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